Wir haben noch freie Parzellen an Futterrüben zur Selbsternte zu vergeben. Ernteflächen bitte bis 31. März reservieren!
z.B. 0,5 ar entsprechen etwa einer Autohängerladung HP500.
Reservierung persönlich im Büro, per E-Mail über kontakt@lwugrosserkmannsdorf.de oder per Telefon unter 03528 489960.
🌼 Der Frühling ist da! Unsere Felder erwachen mit summendem Leben, und der Boden ist bereit, genährt zu werden. Mit der nachhaltigen Gärrest-Ausbringung versorgen wir die Pflanzen mit lebenswichtigen Nährstoffen und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.
Gärrest bleibt übrigens übrig bei der Verarbeitung der Gülle unserer Rinder zu Biogas und ist weniger geruchsintensiv wie diese. Neben Stickstoff enthält er unter anderem Phosphor und Kali - damit ist er ein super Volldünger. Als Wermutstropfen ist zu sagen, dass er im Vergleich zu Mineraldünger teurer in der Ausbringung ist.
🌿 Unkrautbekämpfung mit Blick in die Zukunft
Beikraut beeinträchtigt die Ernte, doch wir begegnen dieser Herausforderung mit modernsten Techniken und Präzisionstechnologie. So sorgen wir für gesunde Felder und eine nachhaltige Landwirtschaft.
Dabei nutzen wir sowohl Unkrautbekämpfungsmittel wie aktuell in unserem Getreidebestand gegen das Weidelgras als auch mechanische Verfahren. So werden wir auf dem Feld, auf dem die Gelbe Lupine wächst, mit dem Striegel gegen den Windenknöterich vorgehen.
🌾 Unsere Wiesen sind mehr als Futterquellen – sie sind wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel. Mit gezielter Pflege fördern wir die Artenvielfalt und schaffen ein blühendes Ökosystem.
Die Pflegemaßnahmen im Einzelnen sind schleppen, walzen und striegeln. Schleppen verteilt Maulwurfshaufen, ebnet Tritt- und Fahrspuren ein und regt die Gräser zum Austreiben an. Verfilztes und abgestorbenes Pflanzenmaterial wird beim Striegeln ausgekämmt und flachwurzelnde Gräser werden ausgeharkt. Dadurch wird die Grasnarbe durchlüftet. Das abschließende Walzen drückt die oberste Bodenschicht mit der hochgefrorenen Grasnarbe wieder an und wirkt ertragssteigernd, da es wertvolle Obergräser wie Deutsches Weidelgras, Wiesenrispe oder Wiesenschwingel fördert und unerwünschte Pflanzen wie Distel, Wiesenkerbel oder Bärenklau zurückdrängt.
💧 Pflanzen brauchen Energie, um zu wachsen. Durch eine ausgewogene und umweltbewusste Düngung versorgen wir sie optimal und nutzen natürliche Ressourcen effizient.
Der beste Volldünger sind hierbei der Gärrest und die Gülle unserer Rinder. Ergänzend bringen wir je nach Bedarf Mineraldünger mit dem Düngerstreuer oder Spurenelemente mit der Pflanzenschutzspritze aus.
🌱 Starke Pflanzen trotzen selbst starkem Wind. Mit Wachstumsreglern helfen wir ihnen, ihre Energie auf die Frucht zu konzentrieren und standhaft zu bleiben.
Wachstumsregler sorgen dafür, dass die Pflanze eingekürzt und die Halmbasis verfestigt wird und fördert die Bildung von Seitentrieben. Ausgebracht werden diese Mittel mit der Pflanzenschutzspritze - das ist bei uns im Unternehmen "Chefsache", unser Pflanzenbauleiter sitzt hier am Steuer.
Hier werden meist noch Spurenelemente beigemengt, wie z.B. Bor auf den Rapsfeldern (hilft gegen Herzfäule) oder Mangan auf den Getreidefeldern (dient der Entgiftung).
🐞 Schädlinge wie der Rapsstängelrüssler oder der Kohltriebrüssler können große Schäden anrichten. Mit umweltschonenden Pflanzenschutzmaßnahmen bewahren wir unsere Pflanzen und Felder gesund.
Häufig genügt schon ein Löffelchen Pflanzenschutzwirkstoff für eine Ackerfläche, die anderthalb Fußballfeldern entspricht. Mit moderner Technik werden die Mittel gezielt dort ausgebracht, wo sie benötigt werden.
Manchmal erkennt man sofort, wo etwas fehlt - gelbe Stellen in der Gerste deuteten auf Magnesium- und Mangan-Mangel hin. Im Rapsfeld haben wir Gelbschalen aufgestellt um das Auftreten von Schadinsekten im Auge zu behalten und beim Überschreiten von Schadschwellen zügig reagieren zu können.
Etwa 1685 Hektar der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Großerkmannsdorf sowie in den umliegenden Gemeinden Kleinwolmsdorf, Ullersdorf, Kleinerkmannsdorf und Rossendorf werden von uns bewirtschaftet. Außerdem finden Sie uns in Arnsdorf, Wallroda, Fischbach, Lotzdorf und Liegau.
Reichlich zwei Drittel unserer Flächen nutzen wir für den Anbau von Futter für unsere Tiere. Der andere Teil wird für den Anbau von Marktfrüchten genutzt, die unabhängig von der Tierhaltung verkauft und in nachgelagerten Betrieben zu unseren täglichen Nahrungsmitteln verarbeitet werden.
Anders als im Stall begrenzt sich ein Großteil der Arbeitserledigung hier witterungsbedingt auf die Zeit von März bis November.
Mit dem Beginn des Langtages nehmen auch die Mitarbeiter der Pflanzenproduktion ihre Arbeit auf. In erster Linie heißt das salopp gesagt Hinknien, Augen auf und einschätzen wie die Pflanzen die kalte Jahreszeit überstanden haben. Wie ist der Feldaufgang zu beurteilen und welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, damit sich der grüne Teppich, der die Felder im Moment noch überspannt, zu ertragreichen Beständen entwickelt?
Die Düngung unserer Pflanzen erfolgt nach Bedarf. Diesen ermitteln wir aus dem individuellen Anspruch der Pflanzen und den bereits im Boden vorhandenen Nährstoffen. Unter Einsatz des N-Testers messen wir die Chlorophyllkonzentration im Getreideblatt, welche vom Stickstoffgehalt der Pflanze abhängt und Untersuchungen von Bodenproben zeigen uns die bereits im Boden befindlichen Nährstoffe. Mit Hilfe dieser beiden Kennzahlen und unter Berücksichtigung weiterer Parameter, wie der Höhe des erwarteten Ertrages, leiten wir Düngeempfehlungen für die einzelnen Flächen ab.
Für die Umsetzung der Düngung nutzen wir vorrangig unseren eigenen Dünger - die Gülle aus der Milchviehhaltung. Diese hat einen besonderen Wert, denn sie führt die wichtigen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor, Kalium und Schwefel sowie Spurenelemente zu und verbessert durch den Gehalt an organischen Substanzen die Bodenfruchtbarkeit. Außerdem verwenden wir mineralische Düngemittel (die zum Teil auch mit der Pflanzenschutzspritze ausgebracht werden). Die Regulierung des pH-Wertes im Boden erfolgt über die, in die Fruchtfolge eingebundene Ausbringung von Kalk.
Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln arbeiten wir nach dem Grundsatz des integrierten Pflanzenschutzes. Dieser setzt sich zusammen aus:
Natürlich wird auch im Verlauf des Frühjahrs geerntet. In drei bis vier Schnitten wird das frische Gras gehäckselt von den Flächen geholt und in Form von Anwelksilage für die ganzjährige Fütterung eingelagert.
Jedoch ist es jedes Jahr wieder eine wahre Freude das Leuchten in den Augen der Mitarbeiter zu sehen, wenn mit einem positiven Ergebnis beim Messen der Getreidefeuchte der Startschuss für die Getreideerntekette gegeben wird. Für ein paar wenige Wochen heißt es dann fast rund um die Uhr Dreschen, Abfahren und letztendlich auch Verkaufen.
Während der Ernte werden kontinuierlich flächenspezifische Daten ermittelt, die eine Kartierung der Erträge in den einzelnen Bereichen ermöglichen. Die fertigen Karten zeigen uns, an welcher Stelle des Schlages wieviel geerntet wurde. Niedrigertragszonen können so schnell erkannt und als Grundlage für Entscheidungen zukünftiger Bewirtschaftungsmaßnahmen genutzt werden.
Während ein Teil der Mitarbeiter die abgeernteten Flächen bereits durch das Einarbeiten der Stoppeln sowie die Saatbettbereitung für die anschließende Wiederbestellung vorbereitet und die Winteraussaat zum Teil auch schon stattgefunden hat, kümmert sich der andere Teil der Mitarbeiter am Ende der Saison noch einmal um die Futterernte. Die Maispflanzen werden gehäckselt und wie zuvor das Gras in großen Flachsilos angewalzt und unter Sauerstoffabschluss konserviert.