LWU "An der Dresdner Heide" Großerkmannsdorf

>> Angenehm zu wissen, wo es herkommt! <<



Tierhaltung


Milchproduktion

Eine gute Fütterung und artgerechte Haltung, die das Wohlbefinden der Tiere berücksichtigen, bestimmen unser tägliches Handeln. Dabei achten wir besonders auf Hygiene und ausreichend Komfort für unsere Tiere. Sauberes und gesundes Futter ist dabei eine Selbstverständlichkeit für uns. Täglich erfolgt eine sorgsame Kontrolle der Tiergesundheit durch unseren Tierarzt. 


Stallanlagen

Die Milchproduktion findet in der 1974 errichteten 1930er Produktionsanlage statt. Obwohl es sich um eine alte Gebäudehülle handelt, wurde die Einrichtung im Inneren zur Erhöhung des Kuhkomforts im Laufe der Jahre umgebaut und erneuert, denn nur gesunde Tiere, die sich wohl fühlen, können hohe Leistungen erbringen. Für eine leistungsgerechte Fütterung ist die Herde in Gruppen eingeteilt. Liegeboxenlaufställe ermöglichen den Tieren eine freie Bewegung, wodurch sie selbst entscheiden können, ob sie Fressen, Laufen, Liegen oder Tränken wollen. Angepasst an das natürliche Verhalten der Kühe sollen auch unsere Tiere den größten Teil des Tages liegen, um Klauen und Gelenke zu schonen. Deshalb werden die mit Komfortmatten ausgestatteten Hochliegeboxen regelmäßig gesäubert und zusätzlich mit einem Kalk-Stroh-Gemisch eingestreut. 

 


Fütterung

Die Fütterung von Milchkühen ist, wie man so schön sagt, eine Wissenschaft für sich. Da die Tiere mit Stoffwechselstörungen sehr sensibel auf Fütterungsfehler reagieren, muss diese exakt berechnet und ausgeführt werden. Die Futtervorlage in unserem Milchviehstall findet als Totale Mischration (TMR) statt, die über eine Bandfütterungsanlage mit anschließender Überkopffütterung zu den Kühen gelangt. Die einzelnen Komponenten der Ration sind an den Bedarf der Tiere zum jeweiligen Lakationsstadium angepasst und werden im Futterhaus mithilfe von modernster Rechentechnik exakt auf das Hauptband dosiert. Dieses transportiert das Futter automatisch in den Stall, wo es auf 11 verschiedene Fließbänder verteilt wird. Eine entgegengesetzt laufende Abschiebeeinrichtung sorgt dafür, dass das Futter gleichmäßig auf die darunter liegenden Futtertische fällt. Dabei werden die Grobfuttermittel (Gras- und Maissilage, Stroh) sehr gut mit den energie- und eiweißreichen Konzentratfuttermitteln (Quetschgerste, Maisschrot, Rapsextraktionsschrot, Zuckerrübenpellets) vermischt.  



Milchgewinnung

Unsere rund 1000 Milchkühe werden täglich zwei-, ein Teil davon noch ein drittes Mal in einem Melkkarussel mit 40 Tierplätzen gemolken. Dabei ist Teamarbeit gefragt, denn für einen reibungslosen Melkvorgang müssen alle Abläufe aufeinander abgestimmt sein und eingehalten werden. Ein Mitarbeiter ist für das Holen und Zurückbringen der einzelnen Tiergruppen zuständig und zwei weitere kümmern sich um die eigentliche Melkarbeit. Ruhe im Umgang mit den Tieren und Sorgfalt bei der Ausführung der routinierten Tätigkeiten stehen dabei an erster Stelle, denn wir produzieren qualitätiv hochwertige, hygienisch einwandfreie Lebensmittel. Nach der Kontaktaufnahme mit dem Tier, werden aus jeder der vier Zitzen per Hand zwei bis drei Stahlen Milch, das sogenannte Vorgemelk, entnommen. Ist diese Milch weiß und flüssig, wird das Euter gereinigt und das Melkzeug angehängt. Innerhalb einer Karussellrunde wird die Kuh dann automatisch gemolken. 



Reproduktion

Eine Kuh kann, ebenso wie der Mensch, erst Milch produzieren, nachdem der Nachwuchs geboren wurde. Die männlichen Kälber finden im Betriebszweig der Milchproduktion keine weitere Verwendung, weshalb sie an Mastbetriebe zur Produktion von Rindfleisch verkauft werden. Die weiblichen Kälber dagegen werden zur Reproduktion unseres Milchviehbestandes genutzt. Züchtung und Aufzucht liegen somit komplett in unserer Hand. Für die ersten zehn Lebenstage werden unsere Kälber aufgrund des Infektionsschutzes in Einzelboxen gehalten, anschließend nur noch in Gruppen. Bis zum Abschluss des ersten Lebensjahres stehen die Jungtiere dabei in Laufställen mit Stroheinstreu. Danach erfolgt mit dem Umzug in den 2016 errichteten Anbau der Milchviehanlage die Umstellung auf Hochliegeboxen. Mit durchschnittlich 15 Monaten werden die Färsen besamt und gebären mit etwa zwei Jahren ihr erstes Kalb.



Und außerdem auf unserem Hof zu finden...

Seit einigen Jahren halten wir in unserem Unternehmen durchschnittlich etwa 50 Schweine und jährlich 25 Mastlämmer, um im Hofladen ein breit gefächertes Fleischsortiment anbieten zu können. 


Schweine

Die Schweine werden als 25 kg schwere Läufer von einem nahe gelegenen Ferkelaufzuchtbetrieb zugekauft und bis zum Erreichen des Mastendgewichtes von unseren Mitarbeitern versorgt. Aufgeteilt in vier Altersgruppen stehen sie ganzjährig in einem Offenstall auf Stroh. Da Schweine sehr intelligente Tiere sind und einen ausgeprägten Erkundungstrieb besitzen, steht ihnen laut Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung ausreichend Beschäftigungsmaterial in Form von Strohballen, Ketten, Bällen etc. zur Verfügung. 

Für die Verarbeitung in der hofeigenen Fleischerei werden pro Woche zwei bis drei Schweine entnommen. 



Schafe

Jedes Jahr im Frühling beziehen wir Lämmer von einem in der Region ansässigen Schäfer. Diese werden im Laufe der warmen Hälfte des Jahres tagsüber auf Weiden im Nachbarort Kleinwolmsdorf gehalten und so mit ausreichend frischem Gras versorgt. Im Zuge des Schutzes vor Wolfsangriffen werden sie vor Anbruch der Dunkelheit in den Stall geführt. Der ständige Zugang zu sauberen Wasser und Futter in Form von Heu ist auch hier gewährleistet.