LWU "An der Dresdner Heide" Großerkmannsdorf

>> Angenehm zu wissen, wo es herkommt! <<



Kurzinformationen zum Pflanzenschutz 

Aufgrund der medialen Aufmerksamkeit zum Thema Pflanzenschutz erreichen uns gehäuft Nachfragen, was wir denn so auf den Feldern ausbringen. In den folgenden Unterpunkten haben wir Ihnen einige grundsätzliche Dinge zum Thema zusammengefasst:

 

Grundsätzliches zum Verhalten:

Unsere Felder sind Privatbesitz von verschiedenen Eigentümern. Die Flächen gehören nicht der Allgemeinheit und sollten somit auch nicht willkürlich betreten werden. Weder von Tieren, noch von Menschen. Auf den Flächen bauen wir Futtermittel oder Nahrungsmittel an- dies ist unsere Passion.  Demnach ergibt sich auch nicht die Frage, ob beim Betreten der Flächen gesundheitliche Risiken aus vorangegangenen Pflanzenschutzmaßnahmen entstehen können.

Grundsätzliches zu unserer Technik:

Um die jeweiligen Mittel gezielt auszubringen, besitzt unsere Pflanzenschutzspritze verschiedene technische Einrichtungen:  Abdriftminderung und Abschaltung von Teilbreiten.

Durch die Abschaltung von Teilbreiten kann gesteuert werden, wenn einzelne Düsen keine Mittel ausbringen sollen, zum Beispiel in der Nähe von Gärten. Abdriftminderung bedeutet, dass die Verfrachtung der Wirkstoffe auf Nichtzielflächen durch spezielle Düsen vermieden wird. Der Fahrer entscheidet individuell, an welchen Stellen er ausschaltet und damit Stellen unbearbeitet lässt, z. B. in der Nähe von Gärten, Gewässern, etc. Seine Entscheidungen werden technisch aufgezeichnet und sind nachvollziehbar. Dazu gibt es gesetzliche Vorgaben z. B. aus den Bestimmungen zu den Mitteln (Anwendungsbestimmungen) oder einfach den gesunden Menschenverstand.

Grundsätzliches zu unseren Mitarbeitern und Dokumentationen:

Um Pflanzenschutzmittel beruflich ausbringen zu dürfen, benötigen die jeweiligen Mitarbeiter einen behördlich ausgestellten Sachkundenachweis. Um diesen zu erhalten, ist ein Nachweis der fachlichen Eignung zu erbringen. Um die Sachkunde aufrecht zu erhalten, sind regelmäßige Teilnahmen an amtlich anerkannten Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich. Für die eingesetzten Mittel besteht eine amtliche Aufzeichnungspflicht, welche 3 Jahre lang aufbewahrt werden muss.

Einsatz von Glyphosat:

In diesem Jahr haben wir uns gegen den Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln entschieden. Mit viel persönlichem Einsatz unserer Mitarbeiter und entsprechender Technik wurde die Grundbodenbearbeitung komplett mechanisch durchgeführt. Dennoch sind wir der Meinung, dass es an der Zeit ist, dass wieder fachkompetente Diskussionen zum Thema Pflanzenschutz und nicht Erzeugung von Hysterie in den Vordergrund rücken sollten.  


Aktuelle Maßnahmen

Stand 23.10.19 

Verfahren bei Winterroggen, Winterweizen und Wintergerste:

Unser Wintergetreide wächst nicht allein auf dem Feld, sondern steht im harten Konkurrenzkampf mit Unkraut um Wasser, Nährstoffe und Licht. Aus diesem Grund muss der unerwünschte Wuchs bekämpft werden. Richtig dosiert werden die Mittel Bacara Forte und Pointer SX bzw. Cleanshot auf den Feldern ausgebracht.                                                                                                                                                    Zur Stärkung werden unsere Pflanzen anschließend noch mit Micronährstoff Mangan gedüngt.

Stand 15.10.19

Stärkung der Rapspflanzen:

Damit der Raps die Winterperiode gut übersteht, wird er mit Bor und Mangan gestärkt. Um ein Überwachsen der Bestände zu verhindern und die Winterfestigkeit zu verbessern, setzen wir Wachstumsregler ein - z.B. Toprex von der Firma Syngenta.

Je nach Zustand der Flächen entscheiden wir individuell der Ausbreitung von Unkräutern, wie z.B. Kornblumen Einhalt zu bieten. Dazu nutzen wir Herbizide, wie z.B. das Mittel Runway. Alle hier beschriebenen Mittel werden in einer Anwendung ausgebracht.


Weitere Fragen?

Gern beantworten wir Ihnen Ihre individuellen Fragen per E-Mail oder telefonisch zu unseren Bürozeiten.