Landwirtschaftliches Unternehmen "An der Dresdner Heide" GmbH & Co.KG 



Bewegung auf den Feldern – das passiert derzeit auf unseren Äckern 

Stand: Juni 2020

In den vergangenen Wochen sind die Traktoren wieder häufig gesehene Fahrzeuge auf den von uns bewirtschafteten Feldern geworden. Wie die Bienen sind sie ausgeschwärmt und haben fleißig ihre Arbeit verrichtet.

Und das war nicht wenig:

  • Auf ca. 320 ha wurde Mais gelegt, der auch schon 4-5 Blätter aus dem Boden reckt.
  • Leider wächst auch das Unkraut, sodass hier außerdem die Unkrautbekämpfung vorgenommen werden musste. Was passiert, wenn wir nicht handeln und den Mais sich von allein entwickeln und gegen Unkräuter kämpfen lassen, zeigt eine neue Nullparzelle am Hempelsberg. Mehr zur Aktion Schau ins Feld.
  • Die Behandlung der Getreideflächen mit Fungizid und Wachstumsreglern ist abgeschlossen.
  • Etwa 3.000 t Anwecksilage wurde geschnitten und in den Fahrsiloanlagen eingelagert.
  • Anfang Mai wurde ca. 2.000 t Roggenganzpflanzsilage geerntet.
  • Auf den Feldgras- und Grünlandflächen wurden Gärreste und mineralischer Dünger ausgebracht für den anstehenden 2. Schnitt.
Nullparzelle am HempelsbergNullparzelle am Hempelsberg

Mittlerweile ist der Roggen abgeblüht und die Gerste in der Kornfüllungsphase. Anfang Juli kann wahrscheinlich die Gerstenernte erfolgen. Auch weitere Feldfrüchte werden langsam reif. Verpassen Sie es daher nicht, Ihre Bestellung für Stroh, Heu und Futterrüben bei uns aufzugeben (Tel.: 03528 489960).

Wie gut die Erträge ausfallen werden, hängt nicht nur von der richtigen Bearbeitung und Pflege, sondern auch von der passenden Sortenwahl für unseren Standort und der Pflanzendichte ab. Darüber, welche Maissorten bei welcher Pflanzendichte für unsere Flächen am besten geeignet sind, soll ein Pflanzendichterad / Sortenrad Auskunft geben, welches an der Kreuzung Bischofsweg / Kleinerkmannsdorfer Straße von der Firma Agromais angelegt wurde.

 

Stand: April 2020

Die Traktoren sind wieder unterwegs. Flächen werden für die Aussaat vorbereitet, Dünger und Pflanzenschutz wird ausgebracht und auch die Wiesen werden gepflegt.

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen nimmt der Stoffwechsel der Pflanzen wieder zu, sie beginnen zu wachsen. Nun ist erkennbar, welche Pflanzen den Herbst und Winter überstanden haben. Regulär sind wir jetzt damit beschäftigt, Dünger auf unsere Äcker zu bringen. Die Pflanzen haben nur kurze Wurzeln und brauchen die Nährstoffe als Wachstumshilfe. Gärreste aus der Biogasanlage und Gülle werden auf die Flächen gebracht. Die Wintergetreidearten (Weizen, Roggen, Gerste, Triticale) haben ihre 2. Stickstoffgabe erhalten und bei Winterroggen und Wintergerste wurde außerdem ein Wachstumsregler ausgebracht, durch den die Pflanze eingekürzt und die Halmbasis verfestigt wird.

Aber auch die Pflanzenfeinde werden mit den steigenden Temperaturen aktiv. Der Rapsglanzkäfer zum Beispiel befällt die geschlossenen Blütenknospen, was durch die Verletzung der Fruchtknoten zu Ertragsausfällen führt. In der Knospungsphase ist er somit für den Raps gefährlich, in der Blütephase kann man ihn als Bestäuber zu den Nutztieren zählen. Unser Raps steht kurz vor der Blüte und die Schadschwelle (Befallsdichte, ab der eine Bekämpfung wirtschaftlich sinnvoll ist) durch den Käfer ist noch nicht erreicht. Die Ausbringung eines Pflanzenschutzmittels ist somit aktuell nicht notwendig. Anders ist die Lage bei der Wintergerste – hier mussten wir ein Fungizid gegen Zwergrost spritzen. Mehr zum Thema Pflanzenschutz erfahren Sie hier

Beim Grünland fanden in den vergangenen Wochen Pflegemaßnahmen in Form von schleppen, walzen und striegeln statt. Schleppen verteilt Maulwurfshaufen und Pferdeäpfel, ebnet Tritt- und Fahrspuren ein und regt die Gräser zum Austreiben an. Verfilztes und abgestorbenes Pflanzenmaterial wird beim Striegeln ausgekämmt und flachwurzelnde Gräser werden ausgeharkt. Dadurch wird die Grasnarbe durchlüftet. Das abschließende Walzen drückt die oberste Bodenschicht mit der hochgefrorenen Grasnarbe wieder an und wirkt ertragssteigernd, da es wertvolle Obergräser wie Deutsches Weidelgras, Wiesenrispe oder Wiesenschwingel fördert und unerwünschte Pflanzen wie Distel, Wiesenkerbel oder Bärenklau zurückdrängt.

Gülle ausbringen

Daneben werden die übrigen Flächen für die Maisaussaat vorbereitet indem Gärreste ausgebracht werden. Mit einer Ausnahme: auf einer unserer Flurstücke wurden Brutreviere des Kiebitz festgestellt. Dieser Bereich wird bei der Bewirtschaftung ausgespart. Kiebitze sind Bodenbrüter, gelten als vom Aussterben bedrohte Art lt. Roter Liste SN, Kategorie 1 der Brutvögel in Deutschland und zählen zu den gesetzlich streng geschützten Tierarten.

Bevor die ersten Ernten eingefahren werden können, werden nun die Fahrsiloanlagen zur Einlagerung des gehäckselten Grünschnittes vorbereitet – sie werden mit Hochdruckreinigern gereinigt und anschließend mit Silolack versiegelt. 


Stand 23.10.19 

Verfahren bei Winterroggen, Winterweizen und Wintergerste:

Unser Wintergetreide wächst nicht allein auf dem Feld, sondern steht im harten Konkurrenzkampf mit Unkraut um Wasser, Nährstoffe und Licht. Aus diesem Grund muss der unerwünschte Wuchs bekämpft werden. Richtig dosiert werden die Mittel Bacara Forte und Pointer SX bzw. Cleanshot auf den Feldern ausgebracht. Zur Stärkung werden unsere Pflanzen anschließend noch mit Micronährstoff Mangan gedüngt.


Stand 15.10.19

Stärkung der Rapspflanzen:

Damit der Raps die Winterperiode gut übersteht, wird er mit Bor und Mangan gestärkt. Um ein Überwachsen der Bestände zu verhindern und die Winterfestigkeit zu verbessern, setzen wir Wachstumsregler ein - z.B. Toprex von der Firma Syngenta.

Je nach Zustand der Flächen entscheiden wir individuell der Ausbreitung von Unkräutern, wie z.B. Kornblumen Einhalt zu bieten. Dazu nutzen wir Herbizide, wie z.B. das Mittel Runway. Alle hier beschriebenen Mittel werden in einer Anwendung ausgebracht.