Landwirtschaftliches Unternehmen  "An der Dresdner Heide" GmbH & Co.KG 

                                           



„Schau ins Feld“ 

Derzeit laufen die ersten Pflanzenschutzmaßnahmen auf unseren Feldern. Dabei handeln wir verantwortungsvoll und sachkundig nach dem Grundsatz: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Häufig genügt schon ein Löffelchen Pflanzenschutzwirkstoff für eine Ackerfläche, die anderthalb Fußballfeldern entspricht. Dennoch wird der Einsatz von Pflanzenschutz in der modernen Landwirtschaft häufig an den Pranger gestellt und immer weiter eingeschränkt. Doch Pflanzenschutz ist mehr als der Einsatz von Chemie. Vielmehr werden unterschiedliche Maßnahmen kombiniert und spielen sinnvoll zusammen. 

Ernte in Gefahr

Der Begriff „Integrierter Pflanzenschutz“ fußt auf 6 Säulen, auf die wir hier bald näher eingehen werden:

  • physikalische Verfahren
  • biologische Verfahren
  • chemische Verfahren
  • Anbauverfahren
  • biotechnische Verfahren
  • Sortenwahl

Dieses Jahr nehmen wir das erste Jahr offiziell an der Aktion „Schau ins Feld!“ teil. Hierfür werden in ganz Deutschland Nullparzellen angelegt, um zu zeigen, was auf dem Feld passiert, wenn auf jegliche Pflanzenschutz-Maßnahme verzichtet wird. Das heißt: kein chemischer Pflanzenschutz, kein biologischer Pflanzenschutz, keine Bodenbearbeitung, keine biochemischen Maßnahmen, gar nichts. Mit Schautafeln werden diese Feldstücke gekennzeichnet. Unsere befindet sich an der Einfahrt zum Betriebsgelände des Landwirtschaftlichen Unternehmens „An der Dresdner Heide“. Halten Sie bei Ihrem nächsten Einkauf im Hofladen doch einmal kurz an und schauen Sie, was mit ungeschützten Raps passiert. 

Nullparzelle am HempelsbergNullparzelle am Hempelsberg

Auch im Maisfeld haben wir eine Nullparzelle angelegt. Bereits jetzt ist es beeindruckend zu sehen, was der Verzicht auf Pflanzenschutz ausmacht. - Aber überzeugen Sie sich selbst bei einer kleinen Rundtour um den Hempelsberg.


Angenehm zu wissen, wo es herkommt - 

Weil wir unsere Arbeit aus Überzeugung und mit Leidenschaft ausführen! 

Vielleicht sind sie Ihnen schon aufgefallen... die grünen Kreuze an der Rossendorfer Kreuzung oder an der Ausfahrt unseres Betriebsgeländes am Bischofsweg. Hier eine kurze Erklärung dazu...

Ist es nicht idyllisch auf dem kleinen Hügel einen Herde Kühe weiden zu sehen, bei Sonnenschein eine Radtour durch die blühende Heide zu unternehmen und sich im nahe gelegenen Gasthof zu stärken, bei einem Glas kühlen ... (ähm...) oder einer Portion ... (äh, nun ja ...) ... oder wir radeln einfach weiter...

Nun sind Sie gefragt, was an die Stelle der Pünktchen gesetzt werden soll:

  • Echte Lebensmittel und Getränke, die zwar so aussehen wie unsere bekannten Produkte, deren geografische Herkunft aber unbekannt ist?
  • Künstlich erzeugte Lebensmittel aus dem Reagenzglas und der Tube, die kulinarisch wenig mit dem zu tun haben, was wir kennen?
  • Oder Wasser, Blumen und Gras?

Sie haben die Wahl - etwas anderes gibt es nicht mehr! Denn in wenigen Tagen wird das neue Agrarpaket des BMEL und BUM in Kraft treten und ebnet damit den Weg für solche oder ähnliche Situationen.

Sind das wirklich die Wünsche der Verbraucher?


Grüne Kreuze

Initiiert von Herrn Willi Kremer-Schillings, besser bekannt als Agrarblogger Bauer Willi, stehen die Grünen Kreuze als Mahnmale auf unseren Flächen sowie auf denen hunderter Landwirte in ganz Deutschland verteilt. Sie sollen verdeutlichen, wie ernst es um die Lage der heimischen Landwirtschaft bestellt ist.

Steter Tropfen höhlt den Stein - Zulassungsbeschränkungen und -verbote, steigende Auflagen und Dokumentationspflichten lasten auf den Schultern der Landwirte, rauben Zeit, Geld und Motivation. Trotzdem haben wir und viele andere weitergemacht, um Ihre Ernährung zu sichern und Genusswelt aufrecht zu erhalten. Die Inhalte des Agrarpakets waren aber nun dieser eine Tropfen zu viel!

Die Initiative stellt keine Forderungen. Es ist ein stiller Protest gegen die nationale Agrarpolitik und soll lediglich zu Nachdenken anregen...

Zum Abschluss vielleicht noch der Bericht über eine treffende Begebenheit: Als wir gestern dabei waren, die Kreuze aufzustellen, hörten wir aus der Ferne lachend einen Mann rufen: "Wer ist den gestorben?". Er war zu weit weg, um ihm die genauen Zusammenhänge erläutern zu können. Da er weiter lief, ignorierten wir seine Bemerkung mehr oder weniger. Die Antwort wäre dabei so knapp und einfach gewesen, wie die Frage selbst: "Höfe!"